Die Ernst Prost Stiftung und die Stiftung Valentina sammeln Spenden für ein mobiles Herzultraschallgerät für die Kinderabteilung des Universitätsklinikums UlmHerzultraschall

März 2018 – Zwei Stiftungen, ein Ziel: Die Stiftung Valentina aus Wangen im Allgäu hat auf der weltweit größten Online-Spendenplattform „GoFundMe“ eine Kampagne ins Leben gerufen, damit die Kinderabteilung der Uniklinik Ulm ein mobiles Herzultraschallgerät anschaffen kann. Dieses wird vor allem an Krebs erkrankten Kindern eine große Hilfe sein. Eine andere karitative Organisation unterstützt das Projekt: die Ernst Prost Stiftung.

Es ist bereits das dritte Projekt, das die beiden Stiftungen gemeinsam stemmen. Alle haben eines gemein: Sie unterstützen die Arbeit der Unikinderklinik Ulm beim Kampf gegen Krebs. Nach einer mobilen Schmerzmittelpumpe und einem ebenfalls mobilen Sonographiegerät für die Kinderonkologie hat nun die Stiftung Valentina aus Wangen in Allgäu eine Spendenkampagne auf der größten Onlinespendenplattform der Welt, „GoFundMe“, initiiert, um der Kinderkardiologie ein Herzultraschallgerät zu finanzieren.

 Es gibt zwar schon eines an der Ulmer Unikinderklinik, aber dieses hat zwei gravierende Nachteile: Es fehlt die nötige Software zur Auswertung, sodass diese bislang per Hand geschieht. Das dauert vergleichsweise lange und die Software ist zuverlässiger. „Alleine die Software kostet 20.000 Euro“, sagt Kerstin Thiele. Sie ist im Vorstand der Ernst Prost Stiftung. Außerdem ist das vorhandene Gerät sehr sperrig und somit kaum vonder Kardiologiestation zu den „Onko-Kids“ zu transportieren. Für viele Kinderkrebspatienten bedeutet das, sie haben keinen Zugang, weil sie selbst in Quarantäne sind. Das mobile Gerät, das direkt in der Kinderonkologie oder auch zuhause bei den kleinen Patienten eingesetzt werden kann, schlägt mit 45.000 Euro zu Buche.

Untersuchungen des Herzens sind für Kinderkrebspatienten sehr wichtig. Auch wenn der Krebs in der Folge einer Chemotherapie eingeschränkt oder besiegt scheint, besteht eine andere Gefahr durch die in der Therapie eingesetzten Medikamente. Deren Nebenwirkungen können massive Schäden an den Herzkrangefäßen hervorrufen; besonders bei Kindern und Jugendlichen. Und so kommt es immer wieder vor, dass junge Menschen, die vom Krebs geheilt waren, einige Jahre später an einem Herzinfarkt sterben.

„Um dieses Risiko zu minimieren, engagieren wir uns für das mobile Herzultraschallgerät und die Diagnosesoftware und hoffen, möglichst schnell die benötigten 65.000 Euro zusammenzubekommen“, so Kerstin Thiele von der Ernst Prost Stiftung. Sie hat 10.000 Euro gespendet; praktisch als Grundstock. Jede weitere Spende wird bis zum Erreichen der Summe von 40.000 Euro von der Ernst Prost Stiftung verdoppelt.

Wer sich über die Kampagne genauer informieren oder spenden möchte findet diese im Internet unter gofundme.com/damit-ihr-herz-auch-nach-der-chemo-weiterschlaegt